13. Februar 2015 - 6. Etappe der Trans Thüringia    

phoca thumb l Thueringia 4DN6105 13Feb2015phoca thumb l Thueringia 4DN7197 13Feb2015Morgens um 6 Uhr fuhr ich aus dem trüben Wiesbaden in Richtung Thüringen. Rund 3 Stunden Autofahrt lagen vor mir und ich war schon ganz gespannt, welche neuen Eindrücke mir dieser Tag bringen würde. Schließlich war es das erste Mal, dass ich zu einem Schlittenhunderennen fuhr. Während der Fahrt waberten immer wieder Nebelbänke über die Autobahn und später auch über die Landstraßen.

Na toll! Mein erstes Schlittenhunderennen und dann so was! Doch als ich die schmale Strasse Richtung Masserberg am Rennsteig hinauffuhr, durchbrach ich mit einem Mal die dichte Wolkendecke und mich empfing ein strahlend blauer Himmel. Märchenhafte Winterlandschaft inklusive. Mein Abenteuer 'Trans Thüringia' konnte beginnen ....

phoca thumb l Thueringia 4DN6548 13Feb2015Die Trans Thüringia ist mit insgesamt 280 km, aufgeteilt in 7 Etappen, das längste Hundeschlittenrennen für reinrassige Schlittenhunde in Mitteleuropa. In diesem Jahr fand diese Veranstaltung zum 16. Mal entlang des Rennsteig statt. Insgesamt 52 Teams aus allen Regionen Deutschlands und vielen europäischen Ländern waren mit ihren Siberian Huskies, Alaskan Malamute, Samojeden und Grönlandhunden am Start. Gestartet wurde in unterschiedlichen Kategorien: 1-3 Hunde, 3-4 Hunde, 5-7 Hunde und 8-12 Hunde. Die Teams waren entweder in der Renn- oder Tourenklasse unterwegs. Die Teams der Rennklasse fuhren am Ende dieser Etappe in ein Biwak, während die Tourenklasse ins Fahrerlager zurück kehrte.

phoca thumb l Thueringia 4DN7404 13Feb2015Pünktlich um 11 Uhr startete das erste Gespann im Stadion von Masserberg. Ungeduldig warteten die Hunde auf den Start. Sie wollten laufen! Vor Begeisterung und Aufregunge bellten und jaulten sie, warfen sich in die Leinen, hüften in die Luft und übereinander ..... die Zeit zum Start wurde herunter gezählt und ab ging die Fahrt auf die an diesem Tag rund 40 km lange Strecke. Hoch motiviert ging es in die ersten Kurven im Stadion und anschließend in die Wälder und Felder rund um den Rennsteig.

Nachdem ich die gesamte Startphase im Stadion auf diversen Positionen im Schnee sitzend zugebracht hatte, wanderte ich, nach einem leckeren Thüringer Grillwürstchen, den recht steilen Hügel zum Endpunkt der Strecke kurz vor dem Biwakplatz der Renngespanne hinauf. Dort kamen die Gespanne durch den verschneiten Wald eine lang gezogene Steigung hinauf. Man sah den Hunden die lange Strecke bei den für ihr dickes Fell zu warmen Witterungsverhältnissen schon an. Trotzdem waren sie noch gut drauf und liefen mit viel Freude. Die Musher unterstützen sie nach Kräften, indem sie am Anstieg entweder neben den Schlitten her liefen, oder den Schlitten durch kräftige Tritte vorwärts drückten. Musher und Hunde bildeten eine perfekte Einheit. Die Musher hatten jeder Zeit jeden einzelnen Hund im Blick und achteten auf jede Kleinigkeit. 

phoca thumb l Thueringia 4DN9056 13Feb2015Anschließend im Biwak, freueten sich die Hunde über ein kräftiges Abendfutter und ein paar Lagen frisches, warmes Stroh. Die Musher kontrollierten akribisch alle Hundepfoten und den allgemeinen Zustand ihrer Hunde und alle bekamen eine gehörige Portion Streicheleinheiten. Danach rollten die Hunde sich zufrieden im Stroh zusammen und dösten in der warmen Abendsonne.

Alles in Allem war es eine runrum gelungene Veranstaltung. Ich sah einen absolut fairen Sport, bei dem das Wohl der Hunde im Vordergrund stand. Es war bestimmt nicht mein letztes Schlittenhunderennen! ....... es gibt noch ein paar in diesem Jahr ;o)))

 

 

Viel mehr der Aufnahmen finden Sie dann hier.

Ich habe Aufnahmen von allen Teilnehmern während des Startes und ca 80 % der Teilnehmer von der Strecke in meinem Archiv. Interessierte Teilnehmer können sich sehr gerne bei mir melden, im Kundenbereich alle Aufnahmen anschauen und sie in digitaler Form oder als Abzüge in unterschiedlichen Größen bestellen.